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Native vs. Hybride Apps

Wir alle kennen diese Apps: WhatsApp, Instagram, Snapchat und Facebook. Sie sind normal auf unseren Handys verfügbar und unterscheiden sich in ihrer Integration in das Betriebssystem nicht deutlich. Sie funktionieren und unterstützen sämtliche Funktionen unseres Smartphones und sind dafür optimiert.

Jedoch haben diese Apps maßgebliche Unterschiede: sie sind teilweise als Native und teilweise als Hybride Apps programmiert worden. Das heißt sie wurden entweder speziell für das entsprechende Betriebssystem entwickelt oder nicht. Hybride Apps haben nur eine Codebase und werden erst nachträglich für das entsprechende System kompiliert, während Native Apps schon von Anfang an für das Zielsystem entwickelt werden.

Jetzt fragst Du dich sicher: was sind denn die Unterschiede, und vor allem was ist besser?

Fangen wir mit den Unterschieden an: Auf den ersten Blick wird man keinen Unterschied zwischen Nativen und Hybriden Apps finden, aber im Detail werden öfter ein paar Unterschiede klar: meistens sind System Popups von eigenen In-App Popups überschrieben. Beispielsweise, wenn Du bei einer Instagram Story auf das Bild länger drückst, kommt nicht das System Actionssheet, sondern ein von Instagram überschriebenes. Ob das Absicht ist oder nicht sei dahingestellt, aber tendenziell ist bei Hybriden Apps im Detail oft sichtbar, dass sie nicht zu 100% für das jeweilige Betriebssystem optimiert wurden. Dort punkten natürlich Native Apps, welche sich vollständig in das Betriebssystem einfügen und eine hervorragende Performance und User Experience liefern.

Das heißt aus Sicht der User ist sicher eine Native App besser, aber hat eine Hybride App auch Vorteile?

Diese Frage ist ganz klar mit ja zu beantworten. Der größte Vorteil ist schon wie oben erwähnt, dass eine Hybride App nur eine Codebase für alle Systeme besitzt, wohingegen eine Native App für jedes System eine eigene benötigt. Das spart vor allem massiv an Entwicklungskosten, da man nicht für eine App, welche man für iOS und Android entwickeln möchte, einen iOS- und einen zweiten Android Entwickler benötigt, sondern theoretisch ein einziger React Native Entwickler ausreicht. Die Anzahl von Programmierern hängt natürlich stark vom Projektumfang ab und lässt sich nicht so einfach wie hier pauschalisieren, aber ich denke Du weißt wie ich das meine. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Hybride Apps oft mit gewohnten Web-Technologien Programmieren lassen, was bedeutet dass man nicht erst eine neue Technologie lernen muss um Apps zu programmieren. Man kann somit auch als Web-Entwickler mit wenig Aufwand eine passende App zu seiner Website selbst programmieren.

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass sich die Frage ob Native oder Hybrid recht einfach beantworten lässt: aus Sicht des Endprodukts ist eine Native App bestimmt die bessere Option, jedoch ist dafür auch mehr Arbeit, d.h. mehr Geld und zusätzlich auch ein größerer Kenntnisstand nötig. Aus Entwickler- oder Managersicht ist daher eine Hybride App empfehlenswerter. Für was man sich am Ende entscheidet ist also immer eine individuelle Frage und lässt sich am besten mit einem Blick auf das Projektbudget oder den eigenen Kenntnisstand beantworten.

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesem Artikel etwas weiterhelfen und Du hast daraus etwas gelernt. Danke fürs lesen und bis zum nächsten mal!

Magnus

Von Magnus Singer

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